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Digitale Kompetenz
In der Informationsgesellschaft hängt die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend von der Kompetenz ihrer Arbeitnehmer ab. 85 Prozent aller Berufe werden künftig Fähigkeiten in der Nutzung von IKT voraussetzen. Bildung ist der Schlüssel für individuelle Lebenschancen – die Chance auf kulturelle, wirtschaftliche und soziale Teilhabe des Einzelnen. Dieser Erkenntnis folgend erklärt sich die zentrale Rolle der Bildungspolitik im Rahmen der Lissabon-Strategie der EU: Die Summe der individuellen Chancen der Bürgerinnen und Bürger in Europa entscheidet über die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Die Kompetenzen zur erfolgreichen Gestaltung etwa eines Berufslebens sind aber nur mit einer modernen Lernkultur vermittelbar.
Übereinstimmend mit der Zielsetzung der Europäischen Union und der Bundesregierung verfolgt die Initiative D21 in den Themenfeldern frühkindliche Bildung, Lehrkräftefortbildung sowie Übergang Schule – Beruf nachhaltige und innovative Projekte zur Kompetenzbildung, um Deutschland auf dem Weg in die Informationsgesellschaft weiter voran zu bringen.
Themenfeld frühkindliche Bildung
Ausbau des ErzieherInnen-Portals „Wissen & Wachsen“ (www.wissenundwachsen.de)
Auf Initiative der D21 und des BMFSFJ wurde bereits 2005 das Portal www.wissenundwachsen.de für ErzieherInnen, Tagespflegepersonen und Eltern geschaffen, um mithilfe des Internets Tipps und Anregungen für die tägliche, praktische Arbeit anzubieten, über Termine zu informieren oder auf Fortbildungen aufmerksam zu machen. Das Portal stellt darüber hinaus eine Plattform für den interaktiven Austausch untereinander dar. Neben vielen weiteren Informationen gibt es wechselnde Schwerpunktthemen wie "Mathematik", "Gesundheit & Bewegung", "Neue Medien", "Naturwissenschaft & Technik“ sowie "Sprache & Sprachförderung".
Ziel der Initiative D21 und ihrer Partner ist der inhaltliche und funktionale Ausbau des Portals, um noch mehr Personen zu erreichen und das Portal als zentralen Anlaufpunkt für ErzieherInnen, Tagespflegepersonen und Eltern zu installieren.
Themenfeld Übergang Schule - Beruf
Attraktive Arbeitsplätze in der IKT-Wirtschaft
Fast alle Verbände und Forschungseinrichtungen weisen auf einen eklatanten Mangel an Fachkräften im Ingenieurwesen und IT-Bereich hin, der sich künftig sogar noch verstärken soll. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Studierendenanfängerzahlen etwa in der Informatik im vergangenen Jahr an den deutschen Universitäten und Fachhochschulen um fünf Prozent gesunken. Der Fachkräftemangel stellt damit schon heute ein erhebliches Wachstumshemmnis sowohl für die ITK-Wirtschaft als auch für viele Anwenderbranchen dar. Gleichzeitig gibt es jedoch gerade in diesen Berufsfeldern eine im Hinblick auf diese Aussage erstaunlich hohe Zahl von Erwerbslosen.
Diese Diskrepanz weist auf ein stark verändertes Anforderungsprofil in der heutigen IT-Berufswelt hin.
Im Rahmen einer bundesweiten Studie soll daher gemeinsam mit Partnern untersucht werden, wie viel Nachwuchs der IKT-Standort Deutschland benötigt und welche Qualifikation dieser aufweisen muss.
Darüberhinaus führte die Initiative D21 erstmals in einer größeren Aktion gemeinsam mit ihren Mitgliedern und politischen Partnern einen Kongress mit dem Titel "Unsere Zukunft in IKT" auf der CeBIT 2008 durch.
Über 700 Studierende aus den Bereichen der Informatik sowie Elektrotechnik, aber auch Quereinsteiger im IKT-Umfeld konnten wir auf diese Weise erreichen und sie darin bestätigen, ihr Studium zu beenden, um hervorragende und für den Standort Deutschland wichtige Berufe ergreifen zu können. In lebhaften Diskussionen haben sich die Studierenden direkt mit Unternehmenschefs und Gewerkschaftsvertretern über die IKT-Zukunftschancen austauschen und in praxisnahen parallelen Foren noch einmal gezielte Nachfragen stellen können.
Download - Flyer "Unsere Zukunft in IKT" (CeBIT 2008) (pdf-Datei, 683 KB)
Vom Erfolg bestätigt, planen wir daher für die CeBIT 2009 eine Neuauflage dieser Veranstaltung, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Arbeiten in IKT-Zukunftsfeldern auseinandersetzen wird. Den Studierenden werden Bereiche wie IKT-Konvergenz bzw. deren Anwendungen vorgestellt.
Themenfeld Lehrerfortbildung
Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft
Die internationalen vergleichenden Schulleistungsstudien haben gezeigt, dass Deutschland – trotz hoher Investitionen und zahlreicher Förderprogramme – zu den Ländern gehört, "in denen eine regelmäßige schulische Computernutzung am wenigsten verbreitet ist". Auch der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die der Schule eine wichtige Rolle beim Erwerb Computer bezogener Kenntnisse zuschreiben, ist in Deutschland am geringsten. Diese Phänomene hängen mit Sicherheit auch damit zusammen, dass Lehrerinnen und Lehrer in Deutschland auf das Lehren mit und über Computernutzung weder im Rahmen ihrer Ausbildung genügend vorbereitet, noch im Zusammenhang mit ihrer Fortbildung ausreichend nachqualifiziert werden.
Insgesamt stehen zukunfts- und schülerorientierte pädagogische Handlungskonzepte für einen modernen Unterricht immer noch nicht in hinreichendem Maße auf der Ausbildungsagenda für Deutschlands Nachwuchspädagogen. Zwar sehen mittlerweile die Ausbildungscurricula einiger Bundesländer auch das Stichwort „Umgang mit Computer“ vor; um jedoch kurz- oder zumindest mittelfristig zu merkbar gestiegenen Lernergebnissen der Schülerinnen und Schüler und damit zu einer spürbaren Verbesserung ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu kommen, bedarf die Ausbildung in staatlicher Verantwortung kompakter Flankierungsmaßnahmen.
Aufgrund des umfangreichen Wechsels in Deutschlands Lehrerkollegien (anstehende Pensionierungswelle von annähernd 45 Prozent der amtierenden Lehrkräfte bis 2009) bietet es sich zum jetzigen Zeitpunkt an, gezielt an Referendare und Referendarinnen und Junglehrkräfte mit Workshops und Tagungen heranzutreten, um sie methodisch und didaktisch auf einen Unterricht mit sinnvollem IKT-Einsatz vorzubereiten und zu motivieren.
Das Projekt entspricht damit den Forderungen der EU-Kommission, die aufgrund mangelnder Kompetenzen von Lehrkräften in fast allen Mitgliedsstaaten auf die Verbesserung der Ausbildung im gesamten EU-Raum abzielen. Zur Vorbereitung ihrer Schülerinnen und Schüler auf die zunehmend wissensbasierte Gesellschaft in der EU werden die Lehrerinnen und Lehrer von der Kommission aufgerufen, eine Reihe neuer Fertigkeiten zu vermitteln, die gleichzeitig innovative Lehrmethoden erfordern. Hierbei spielt natürlich der Einsatz neuer Technologien im Unterricht eine überragende Rolle, bei dem sich – laut EU-Studie – viele Lehrkräfte unsicher fühlen. "Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft" ist deshalb bestens geeignet, europaweit und international aufzuzeigen, wie staatliche Institutionen gemeinsam mit privaten Unternehmen eine fortschrittliche Personalentwicklung aufbauen und verstetigen können, um den Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht zu werden.
Termine:
1. Workshop: 22.04. bis 25.04.2008 in Lübeck
2. Workshop: 11.06. bis 14.06. 2008 in Frankfurt am Main
Fachtagung für Schulleitung und Junglehrkraft im Tandem: 10.09. bis 13.09.2008 in Bonn
Kontakt:
D21-Projektbüro „Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft!“
c/o PP:Die Bildungsagentur GmbH
Ansprechpartner: Herr Dr. Sami Rabieh
Mainzer Landstraße 51
60329 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0)69 - 24 00 88 16
Fax: +49 (0)69 - 24 00 88 11
Mail: projektbuero.d21(at)diebildungsagentur.de
Download Projektbroschüre (pdf-Datei, 527 KB)




